Die 30er Jahre

Der Verein zählte im Jahre 1930 bereits 147 Mitglieder, davon 48 Damen und 99 Herren. Im November 1930 wurde deshalb das Vereinslokal gewechselt. Das Lokal Schweins verfügte nicht über die erforderlichen Räume, so dass der Gasthof Harre die besseren Möglichkeiten bot.

Im März 1931 wurde das erste Vereinsleistungsschreiben durchgeführt.

Nach den ersten Jahren kam 1932 der erste Rückschlag. In diesem Jahr konnte nur ein Kursus durchgeführt werden. Grund war die zunehmende Arbeitslosigkeit und die damit verbundene Verarmung der breiten Masse. Die Mitglieder teilen sich bereits auf in 90 zahlende und 30 infolge Arbeitslosigkeit nicht zahlende Mitglieder.

Die "Machtübernahme" der NSDAP im Jahre 1933 hatte auch Auswirkungen auf unseren Verein. Sämtliche Kurzschriftvereine gehörten nur noch der einen "Deutschen Stenografenschaft" an, dessen Reichsleitung sich in Kulmbach befand. Das ganze Reichsgebiet wurde in Gauverbände entsprechend den Gebieten der politischen Gaue der NSDAP aufgeteilt. Die Stenografen wurden in Ortsgruppen zusammengefasst. Der Mendener Stenografenverein hieß ab da "Deutsche Stenografenschaft Ortsgruppe Menden".

Nach dem Tod von Rektor Böckelmann wurde am 19. Oktober 1934 Josef Hagenhoff zum Vorsitzenden gewählt.

Im Januar 1935 wurden erstmalig Lehrgänge im Maschinenschreiben durchgeführt. Damit gehört unser Verein zu den wenigen im heutigen Nordrhein-Westfalen, die sich schon damals neben der Kurzschrift dem Maschinenschreiben widmeten.
Mit drei Schreibmaschinen wurde begonnen. Im Laufe des Jahres konnten weitere drei Schreibmaschinen hinzugemietet und dann sogar vier Maschinen gekauft werden, so dass in 1935 bereits 75 Personen ausgebildet werden konnten.

Neben der Ausbildung und geselligen Veranstaltungen nahm der Verein auch an überörtlichen Wettschreiben teil. Im Jahr 1937 beteiligte sich Wilhelm Schröder am Meisterschaftsschreiben in Bayreuth und erhielt für seine hervorragende Leistung den Titel "Deutscher Meister im Maschinenschreiben".

1938 wurde mit 380 Mitgliedern der höchste Mitgliederbestand des Vereins erreicht. An diese Zahl "knabberten" wir uns nach dem Krieg (1964: 362 Mitglieder) zwar heran, konnten sie aber nicht übertreffen.

Durch Einberufung zur Wehrmacht und zum Arbeitsdienst verringert sich die Mitgliederzahl im Jahr 1939 und die Unterrichtsleiter standen nicht mehr alle zur Verfügung.

40er und 50er Jahre
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